Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.25673/124372
Title: Molekulares Staging der Absetzungsränder bei der radikalen Prostatektomie mittels GSTP1-Promotorhypermethylierung
Author(s): Friedrich, Maria
Referee(s): Porsch, Markus
Vordermark, Dirk
Granting Institution: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Issue Date: 2025
Type: PhDThesis
Exam Date: 2026
Language: German
Publisher: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
URN: urn:nbn:de:gbv:ma9:1-1981185920-1263064
Subjects: Prostatakrebs
Prostatektomie
Staging
Abstract: Die radikale Prostatektomie (RPE) stellt die Standardtherapie beim lokalisierten Prostatakarzinom (PCa) dar. Es bestehen systematische Unsicherheiten in der klinisch-chirurgischen und histopathologischen Bewertung des Resektionsrandstatus (R-Status). Ein Understaging als falsch-negativer R-Status und damit der Verzicht auf eine adjuvante Radiotherapie (RT) birgt das Risiko einer Untertherapie mit erhöhter Lokalrezidiv- und krebsspezifischer Mortalitätsrate. Ein Overstaging als falsch-positiver R-Status mit Durchführung einer adjuvanten RT resultiert in einer Übertherapie mit einer Erhöhung postoperativer und radiogener Nebenwirkungsraten. Die GSTP1-Hypermethylierung (GSTP1-HM) gilt als eine der häufigsten epigenetischen Veränderungen beim PCa mit einer nahezu 100%-igen Exprimierung. Die Zielstellung dieser klinischen sowie laborexperimentellen, bizentrischen, kontrollierten, nicht-randomisierten Investigator-Initiated-Trial-(IIT) -Phase-2-Studie (Registrierung: iPROLOGX, NCT02460861) war es, mittels molekulargenetischer Analyse bei systematisch intraoperativ gewonnenen Prostatalogenbiopsien (PLB) eine validere Identifikation des R-Status zu ermöglichen. Dafür wurden insgesamt 2446 intraoperative Resektionsrandbiopsien aus der Prostataloge (sog. Prostatalogenbiopsien) von n = 254 PCa-Patienten mit RPE (Studiengruppe PCa) und von n = 30 Urothelkarzinompatienten mit radikaler Zystektomie (Kontrollgruppe UCa) konventionell-histologisch sowie mittels Analyse des GSTP1-HM-Status molekulargenetisch auf residuelle okkulte Tumorzellen untersucht. Im Falle eines molekulargenetischen Nachweises von residuellen Tumorzellen in den PLB erfolgte die Konvertierung von R0 zu R1 (Upstaging), was bei 5,9 % der Patienten (n = 15) der Fall war. Bei 12,2 % (n = 31) waren keine residuellen okkulten Tumorzellen nachweisbar, obwohl das RPE-Präparat einen R1-Status aufwies (Downstaging). Insgesamt schienen 18,1 % (n = 46) – also fast jeder fünfte Patient – durch ein korrigierendes Up- oder Downstaging mittels oben genannter PLB-Analyse zu profitieren. Im mittleren Follow-Up von 60 Monaten korrelierte der GSTP1-HM-Status der PLB signifikant mit Tumorstadium (p < 0,001), Grading (p = 0,001), Lymphknotenstatus (p < 0,001), R-Status (p < 0,001) und biochemischem Rezidiv.
URI: https://opendata.uni-halle.de//handle/1981185920/126306
http://dx.doi.org/10.25673/124372
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