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Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.25673/2358
Title: Multiagentensimulation der Wissensweitergabe in Organisationen am Beispiel von Individualsoftwareherstellern
Author(s): Peinl, René
Granting Institution: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Issue Date: 2008
Extent: Online-Ressource, Text + Image (kB)
Type: Hochschulschrift
Language: German
Publisher: Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt
URN: urn:nbn:de:gbv:3-000014779
Subjects: Wissensmanagement
Hochschulschrift
Online-Publikation
Zsfassung in engl. Sprache
Abstract: In der Arbeit wurde analysiert welche Auswirkungen der Einsatz verschiedener Wissensmanagement-Maßnahmen auf die Wissensweitergabe in Organisationen hat. Dazu wurde eine umfangreiche interdisziplinäre Literaturanalyse durchgeführt, in der Einflussfaktoren auf die Wissensweitergabe bei Individualsoftwareherstellern identifiziert und in einem selbst entwickelten Modell der Wissensweitergabe eingeordnet wurden. Das Modell wurde mit psychologischen, sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Theorien hinterlegt und somit eine konsistente Erklärungsbasis geschaffen. Nach mehreren Schritten zur Detaillierung und Reduktion der Komplexität entstand ein Simulationsmodell, welches in einem Simulationssystem implementiert wurde. Die damit durchgeführten Simulationsstudien haben gezeigt, dass Multiagentensimulation grundsätzlich gut geeignet ist, um Wissensweitergabe in Organisationen zu untersuchen. Das entwickelte Simulationssystem zeichnet sich durch leichte Erweiterbarkeit in der weit verbreiteten Programmiersprache Java aus, implementiert eine auf PECS und InterRaP basierende Agentenarchitektur und speichert die Simulationsergebnisse in einer relationalen Datenbank, sowie im Format einer freien Software für soziale Netzwerkanalyse. In einer empirischen Studie wurden Daten zur Parametrisierung und Validierung des Simulationssystems gewonnen. Danach wurden zwei Simulationsstudien durchgeführt, in denen die Auswirkungen einer personenorientierten und einer dokumentenorientierten Wissensmanagement-Maßnahme untersucht wurden. Für Skillmanagementsysteme hat sich ergeben, dass deren Einführung nicht automatisch zu positiven Ergebnissen führt, sondern der Erfolg stark von der Vergabestrategie der Arbeitspakete abhängt. Werden die Arbeitspakete in zufälliger Reihenfolge an den verfügbaren Mitarbeiter vergeben, bei dem der verfügbare Skill am wenigsten von dem erforderlichen abweicht, so steigt zwar der Unternehmenserfolg nicht signifikant, aber sowohl von Kollegen als auch durch Ausprobieren während der Projektarbeit wird signifikant mehr gelernt. Durch Dokumentation von Lernerfahrungen steigen Unternehmenserfolg und auch das gesamte Wissen aller Mitarbeiter signifikant. Interessant dabei ist insbesondere, dass Dokumentation auf persönlicher Ebene dazu führt, dass Mitarbeiter eher zu Spezialisten werden, also ein einzelnes Wissensgebiet vertiefen, während bei Dokumentation auf Teamebene das Generalistentum gefördert wird. Dies rührt daher, dass nicht in erster Linie aus dem dokumentierten Wissen, sondern bei der Projektnachbesprechung selbst gelernt wird, was zu breiterem Wissen und geringerem Vergessen führt, da viele Skills aktiviert werden.
This publication analyzes the consequences of different knowledge management measures of knowledge sharing in organizations. A large interdisciplinary literature study was the basis to identify influencing factors for knowledge sharing in software development companies. These factors were ordered in a self-developed process model of knowledge sharing. The model was grounded on psychological, social and economic theories in order to create a consistent explanation basis. After several steps to detail the model and reduce complexity, a simulation model arose, which was implemented in a self-developed simulation system based on Java. The studies conducted with this system have shown that multi agent-based simulations are well-suited to research knowledge sharing in organizations in general. Data to parameterize and validate the simulation was gained in an empirical study. After that, two simulation studies were conducted that analyzed the influences of a person- and a document-oriented knowledge management measure. For skill management systems, it was found that their implementation in an organization not automatically results in more knowledge sharing, but its success largely depends on the strategy for assigning work packages to workers. If work packages are assigned randomly to workers whose skills differ least from the required ones, the organization’s profit is not increasing significantly. On the other hand, more learning from colleagues and during project work is rising significantly. The systematic documentation of learning experiences leads to a significant rise in both profits and the overall knowledge of employees. Especially interesting is that documentation on a personal level leads to employees becoming more specialized in a single knowledge area, whereas documentation on a team level furthers generalists with medium to high knowledge in several knowledge areas. This is due to the fact, that learning during project debriefings is more important that learning from the documented knowledge.
URI: https://opendata.uni-halle.de//handle/1981185920/9143
http://dx.doi.org/10.25673/2358
Open access: Open access publication
Appears in Collections:Hochschulschriften bis zum 31.03.2009

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