Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.25673/35775
Title: Wahrnehmung musikalischer Harmonien bei prälingual ertaubten Kindern und Jugendlichen mit Cochlea-Implantat
Author(s): Zimmer, Victoria
Referee(s): Mohnike, Klaus
Wermke, Kathleen
Granting Institution: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Issue Date: 2020
Type: Doctoral thesis
Exam Date: 2021
Language: German
Publisher: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
URN: urn:nbn:de:gbv:ma9:1-1981185920-359956
Subjects: Musikalische Akustik
Cochlear-Implantat
Kinderheilkunde
Abstract: In der vorliegenden Studie wird untersucht, welche Aspekte musikalischer Harmonie von vor dem Spracherwerb (prälingual) vollständig ertaubten Kindern und Jugendlichen mit Cochlea-Implantat-Versorgung wahrgenommen werden. Dabei werden sie mit normalhörenden Kindern und Jugendlichen verglichen. Paarweise dargebotene einzelne Akkorde diskriminieren beide Gruppen ausreichend sicher, jedoch sind die Cochlea-Implantat-Träger weniger zuverlässig als die Normalhörenden. Dabei zeigt sich eine Verbesserung mit zunehmendem Alter für die Cochlea-Implantat-Träger. Zudem bevorzugen die Cochlea-Implantat-Träger sowie die Normalhörenden den Dur-Akkord gegenüber anderen Akkordtypen. Sie zeigen dabei das musikalisch erwartete Präferenzmuster, welches sich in der Intensität seiner Ausprägung zwischen den beiden Gruppen nicht unterscheidet. Hier wird eine positive Altersabhängigkeit mit der Ausprägung des Musters nur für die Normalhörenden gefunden. Bei der Darbietung von kurzen Musikstücken, die entweder auf dem musikalisch erwarteten Dur-Akkord enden oder auf einem dissonanten Akkord, sollen die Probanden angeben, ob das Stück gut oder schlecht endet. Dabei antworten die Cochlea-Implantat-Träger ausnahmslos auf dem Rateniveau, während die Normalhörenden annähernd perfekt antworten. Hier zeigt sich eine starke Altersabhängigkeit für die Normalhörenden-Gruppe. Obwohl sie Freude an Musik haben und mit ihrer Diskriminationsfähigkeit von Akkorden und dem gezeigten Akkordpräferenzmuster die Voraussetzungen zur Wahrnehmung musikalischer Kadenzen erfüllen, können prälingual ertaubte CI-Träger Akkorde im Zusammenhang nicht einordnen. Das zeigt ein fehlendes Verständnis für die musikalische Syntax an.
URI: https://opendata.uni-halle.de//handle/1981185920/35995
http://dx.doi.org/10.25673/35775
Open Access: Open access publication
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