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Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.25673/3360
Title: Die Persönlichkeit von Straftätern
Granting Institution: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Extent: Online Ressource, Text + Image
Type: Hochschulschrift
Language: ger
Publisher: Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt
URN: urn:nbn:de:gbv:3-000000645
Keywords: Elektronische Publikation
Straffälligkeit, Tätertypen, Persönlichkeit, Psychopathologie
crime, types of offenders, personality, psychopathology
Abstract: Ziel: Schon seit sehr langer Zeit beschäftigt sich die Wissenschaft mit den Gründen, warum Menschen straffällig werden. Die Persönlichkeit eines Menschen, als ein Aspekt täterorientierter Betrachtungen, wird als ein Baustein angesehen, der Straffälligkeit mitbedingt. Die vorliegende Untersuchung zielt auf die Überprüfung einer möglichen Assoziation verschiedener Persönlichkeitsmerkmale und Straffälligkeit (in verschiedenen Aspekten) ab. Dies sowohl auf pathologischer als auch auf normalpsychologischer Ebene. Methodik: Untersucht wurde eine Stichprobe von 105 Straftätern. Die Datenerhebung geschah während des laufenden Verfahrens. Eingeschlossen wurden Probanden, die wegen verschiedener Delikte rechtskräftig verurteilt worden waren. Zu Vergleichszwecken stand eine Stichprobe von 80 Probanden aus der nichtstraffälligen Normalbevölkerung zur Verfügung. Die Datenerhebung erfolgte anhand der IPDE zur Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen sowie einer Batterie psychometrischer Tests (NEO-FFI, IPC, HDHQ, LPS 3). Ergebnisse: Die Überprüfung von Persönlichkeit als Korrelat von Straffälligkeit erbrachte eine relevante Häufung von Persönlichkeitsstörungen bei der forensischen Stichprobe, die sich im Bereich der dissozialen sowie emotional instabilen Persönlichkeitsstöörung niederschlägt. Die dimensionale Diagnostik erbrachte Abweichungen der Straftäter auf allen Skalen. Auf der Ebene der Normalpersönlichkeit zeigte sich eine geringere Offenheit sowie ein erhöhter Neurotizismus mit Straffälligkeit assoziiert. Auch die differenzierten Analysen verschiedener Tätertypen machten einige Unterschiede deutlich. Untersucht wurden Rückfalltäter, Gewaltstraftäter, Sexualstraftäter sowie Variablen, die Hinweise auf die Gefährlichkeit eines Straftäters geben können. Schlußfolgerungen: Es wurde deutlich, daß das Persönlichkeitsprofil straffälliger Menschen Akzentuierungen aufweist, deren Kenntnis für die Wiedereingliederung sowie Fragen eines möglichen Rückfalls von großer Evidenz ist. Auch wurde gezeigt, daß es sich bei der Gruppe der Straftäter um sehr unterschiedliche Menschen handelt. Diesem Aspekt muß folglich Rechnung getragen werden.
Object: For a long time sciences try to answer the question why people commit criminal offences. The personality of a subject can be seen as one aspect which determines criminal behaviour. Aim of the present study was to check a possible association of different personality traits (pathological and not pathological) and crime (with its facets). Method: We investigated 105 offenders during their final trial. We included all subjects who were sentenced because of different offences. To draw a comparison a sample survey of 80 "normal" controls has been available. We used the IPDE for diagnosis of personality disorders and a set of different psychometric tests (NEO-FFI, IPC, HDHQ, LPS 3). Results: The examination of personality as correlate of criminal behaviour showed an overproportional frequency of personality disorders in the forensic sample, especially dissocial and emotional instable personality disorder. The dimensional approach revealed deviations of offenders on all scales. Regarding not pathological personality features lower openess and higher neuroticism were found in the forensic sample. Also analyses of offenders showed a lot of differences. We studied recidivists, violent offenders, rapists, child molesters and different variables which can point to dangerousness of offenders. Conclusions: The results of the present study disclose that the personality profile of offenders is accentuated regarding some features, which are important to know relative to reintegration and possibility of recidivism. We could also show that offenders are a very heterogenous group which must be taken into account.
URI: https://opendata.uni-halle.de//handle/1981185920/10145
http://dx.doi.org/10.25673/3360
Appears in Collections:Hochschulschriften bis zum 31.03.2009

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