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Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.25673/3425
Title: Die Harmonisierung des Verwaltungsrechts im Zollkodex der Europäischen Gemeinschaften
Author(s): Hochbaum, Francisca
Granting Institution: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Issue Date: 2003
Extent: Online-Ressource (PDF-Datei: IX, 287 S.1.234 KB)
Type: Hochschulschrift
Language: German
Publisher: Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt
URN: urn:nbn:de:gbv:3-000006614
Subjects: Elektronische Publikation
Hochschulschrift
Zsfassung in engl. Sprache
Abstract: In der Arbeit "Die Harmonisierung des Verwaltungsrechts im Zollkodex der Europäischen Gemeinschaften. Eine Studie unter Berücksichtigung der europäischen und nationalen Gerichte und der Fortgeltung einzelstaatlicher Vorschriften auf dem Gebiet des nationalen Zoll- und Abgabenrechts" wurde das Zusammenspiel von Gemeinschaftsrecht und nationalem Recht auf dem Gebiet des Verwaltungsrechts dargestellt. Zur Untersuchung bietet sich das gemeinschaftliche Zollrecht, welches seit dem 01.01.1994 im Zollkodex zusammengefasst ist, an. Denn hier handelt es sich einerseits um einen Bereich, der wichtige Interessen der Gemeinschaft berührt, nämlich ihre Finanzinteressen. Andererseits besteht im Bereich des Verwaltungsrechts keine grundsätzliche und ausschließliche Regelungsbefugnis der Gemeinschaft. Das Gemeinschaftsrecht bedarf vielmehr der Ergänzung durch nationales Verfahrensrecht. Diese Schnittstellen zwischen Gemeinschaftsrecht und nationalem Recht wurden näher untersucht und ihre Wechselwirkungen dargestellt. Gegenstand der Betrachtung waren dabei einzelne Aspekte des Verwaltungsverfahrens (Teil 1: Rechtliches Gehör, Begründungspflicht, Beginn der Wirksamkeit, Frist, Rechtsbehelfsbelehrung) und Fragen des vorläufigen und endgültigen Rechtsschutzes (Teil 2). Verglichen wurden diese Bestimmungen mit nationalen Regelungen, nämlich solchen der deutschen, französischen und englischen Rechtsordnung und mit Verfahrensvorschriften aus Bereichen des direkten Gemeinschaftsvollzuges (Antidumping-, Kartellrecht, Beamtenrecht). Hervorzuheben sind die folgenden Ergebnisse der Untersuchung: Im Bereich des Verwaltungsverfahrensrechts führen die Einwirkungen des gemeinschaftlichen Zollrechts auf die nationalen Rechtsordnungen zu einer Erweiterung der Beteiligungsrechte des Betroffenen und damit zu einer Stärkung seiner Rechtsposition. Zugleich sind die Entscheidungen der nationalen Zollbehörden für den Bürger vorhersehbarer und transparenter geworden sind, da den Behörden nur ein geringer Beurteilungs- und Ermessensspielraum zusteht. Der Zollkodex misst der Bestandskraft von Abgabenbescheiden einen geringeren Stellenwert bei als es etwa das deutsche Recht tut. Denn nach dem Zollkodex steht die Bestandskraft nationaler Verwaltungsakten der Zulässigkeit entsprechender Rechtsbehelfe nach dem Zollkodex nicht entgegen. Auf dem Gebiet des Verwaltungsrechtsschutzes werden erstmals auf Gemeinschaftsrechtsebene die Voraussetzungen eines nationalen zweistufigen Rechtsschutzes gegen die Entscheidung einer nationaler Behörde geregelt. Kritisch beleuchtet wird die Praxis des EuGH, die Voraussetzungen des im Zollkodex nicht geregelten vorläufigen Rechtsschutzes vor nationalen Gerichten, der nach Art. 245 Zollkodex dann der weiteren Ausgestaltung durch die Mitgliedstaaten vorbehalten ist, eigenständig zu regeln und ihn den selben Voraussetzungen zu unterwerfen wie die Aussetzung der Vollziehung vor dem EuGH. Abschließend stellt die Autorin fest, dass der Zollkodex, seine Zielsetzungen, die Gleichbehandlung aller Zoll- und Abgabenschuldner zu gewährleisten und zugleich Erhebung und Abführung der der Gemeinschaft zustehenden Eigenmittel ohne Diskriminierung sicherzustellen, weitgehend erfüllt.
The thesis "The harmonization of the administrative law within the customs code of the European Community. A study with regard to the European and national courts and the further scope of national regulations in the domain of national customs and tax code" treats of the interplay of community law and national law in the domain of administrative law. As the subject of study the European customs code - ruling since 01.01.1994 - was chosen because on the one hand it treats of a domain of strong common interests, namely financial interests. On the other hand the common legislator has no exclusive regulation power in the domain of administrative law. Hence the common law needs to be completed by national law. Subjects of consideration have been certain aspects of procedural administrative law (Part 1: procedural questions, obligation of giving reasons, caution, beginning of operation, time limits,) and questions concerning interim and firm legal protection (Part 2). These regulations were compared to other national rules, namely German, French and English regulations and with procedural rules of the domains of direct execution of European law (e.g. antidumping law, cartel law, civil service law) These are the most important results: In the domain of the procedural administrative law the impacts of the European customs law on the national regulations lead to a expansion of the legal rights of the concerned person to participate in the procedure and hence to a strengthening of his legal situation. At the same time the decisions of the national custom offices have become more foreseeable and more transparent, because the administrative discretion of the custom offices is much reduced. In comparison with the German law the European Customs Code does assign the existence of tax decision with lesser importance. Because in the domain of the European custom law it is possible to enter an action despite the fact that the decision of the national custom office is no more suitable after the national procedural law. The European law will for the first time determine the preconditions of a two step legal protection against national decisions. The author criticises the European court of justice regulating the preconditions of the interim legal protection, particularly the applying before the national courts and allowing it only under the same preconditions as the interim legal protection before the European court of justice itself. Because as the interim legal protection is not regulated by the customs code it's determination should have been left to the member states. Finally the author concludes, that the European customs code has mostly achieved it's declared intentions to ensure the equal treatment of custom and tax debtors all over the European community on the one hand and to guarantee the collection and turn over of the funds (income, resources) of the European community without any discrimination on the other hand.
URI: https://opendata.uni-halle.de//handle/1981185920/10210
http://dx.doi.org/10.25673/3425
Open access: Open access publication
Appears in Collections:Hochschulschriften bis zum 31.03.2009

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