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Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.25673/606
Title: Biographisches Wissen und landkommunitäre Bewegung - Wege in die Gemeinschaft ; eine Untersuchung lebensgeschichtlicher Verläufe von Akteuren der ostdeutschen Landkommunenbewegung auf der Basis autobiographisch-narrativer Interviews
Author(s): Leuchte, Vico
Advisor(s): Schmid, Pia, Prof. Dr.
Schütze, Fritz, Prof. Dr.
Granting Institution: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Issue Date: 2009
Extent: Online-Ressource (VI, 621 Bl. = 4,53 mb)
Type: Hochschulschrift
Exam Date: 23.06.2009
Language: German
Publisher: Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt
URN: urn:nbn:de:gbv:3:4-1082
Subjects: Online-Publikation
Hochschulschrift
Abstract: Die Dissertation ist im Spannungsfeld der sozialen Bewegungsforschung und der Biographie-forschung angesiedelt. Im Zentrum der qualitativ-empirischen Studie stehen Personen, die nach dem gesellschaftlichen Umbruch 1989/90 landkommunitäre Gemeinschaften gegründet oder sich diesen angeschlossen haben. Für die neuen Bundesländer stellen landkommunitäre Gemeinschaften oder Landkommunen, wie ich sie verkürzt nennen möchte, eine Lebensform dar, die unter den politischen Bedingungen in der DDR unmöglich praktiziert werden konnte. Nach der Wiedervereinigung ließ sich beobachten, wie zahlreiche Landkommunen im Osten Deutschlands entstanden. Man kann hier von der Formierung einer sozialen Bewegung spre-chen, die in jener Aufbruchphase, die Öffnung der gesellschaftlichen Strukturen und Institu-tionen für den Aufbau alternativer Lebensformen nutzen und in diesem Zusammenhang ihr Bewegungspotenzial, ihre Ansprüche und Ziele entwickeln und formulieren konnte. Während in den meisten Untersuchungen zur Erforschung sozialer Bewegungen der `kollektive Akteur´ im Mittelpunkt des Interesses steht, beschäftigt sich diese Arbeit mit den individuellen Akteu-ren von Landkommunen. Die Arbeit versucht zu erkunden, wie Menschen in Landkommunen hineingelangen, wobei der Fokus auf die Prozesshaftigkeit und Gesamtheit lebensgeschichtli-cher Erfahrungen gerichtet ist. Im Rahmen der Methodologie der „grounded theory“ (Glaser & Strauss 1967) und des biographieanalytischen Verfahrens (Schütze 1981, 1983) wird nach sozialisatorischen Bedingungen, nach biographischen Voraussetzungen und Prozessstrukturen gefragt, die Akteure in die soziale Bewegung der Landkommunen `mitbringen´. Es spielen die Motivlagen eine Rolle, die Menschen bewegen, sich einer Landkommune anzuschließen. Ge-nau in diesem Zusammenhang steht die Verbindung zwischen individuellen Motiven und kollektivem Zweck. Auch werden einige Thesen zu arbeits- und sozialweltlichen Prozessen und Problemen in Landkommunen aufgestellt und empirisch belegt.
URI: https://opendata.uni-halle.de//handle/1981185920/7436
http://dx.doi.org/10.25673/606
Open access: Open access publication
Appears in Collections:Gemeinschaften

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