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Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.25673/1212
Title: Vergleich der Behandlungsergebnisse der Studien GPOH-HD 95 und HD-Intervall zur Behandlung des Hodgkin Lymphoms im Kindes- und Jugendalter - Bedeutung der zentralen Referenzbegutachtung für die optimale Diagnostik und den Behandlungserfolg
Author(s): Lüders, Heike Elsa
Advisor(s): Haerting, Johannes, Prof. Dr.
Mauz-Körholz, Christine, Prof. Dr.
Kropf, Siegfried, Prof. Dr.
Granting Institution: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Issue Date: 2011
Extent: Online-Ressource (IV, 78 Bl. = 1,12 mb)
Type: Hochschulschrift
Exam Date: 29.11.2011
Language: German
Publisher: Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt
URN: urn:nbn:de:gbv:3:4-6513
Subjects: Online-Publikation
Hochschulschrift
Abstract: Ziel der Arbeit war ein Vergleich der Behandlungsergebnisse der internationalen multizentrischen Therapieoptimierungsstudie GPOH-HD 95 zur Behandlung des Hodgkin Lymphoms im Kindes- und Jugendalter (1995-2001, 1018 Patienten) mit den Ergebnissen der nachfolgenden „HD-Intervall-Phase“ (8/2001-11/2002, 228 Patienten), in der identische Diagnostik- und nur gering modifizierte Therapiestrategien galten, jedoch eine Betreuung durch ein zentrales Referenzzentrum nicht mehr generell zur Verfügung stand. Retrospektive Analysen sollten zeigen, ob Studien zur Behandlung des Morbus Hodgkin im Kindes- und Jugendalter mit und ohne Betreuung durch ein Referenzzentrum vergleichbar gute Ergebnisse erzielen und welchen Stellenwert die zentrale Referenzbegutachtung für die optimale Diagnostik und den Behandlungserfolg insgesamt hat. Die prä- und postchemotherapeutischen CT- und/oder MRT-Bilder von HD Intervall-Patienten wurden retrospektiv begutachtet und hinsichtlich der in den behandelnden Kliniken realisierten Therapiestratifizierungen, applizierten Strahlentherapiedosen und -zielgebiete auf Protokollkonformität geprüft. Die Ergebnisse der Referenzbegutachtung wurden in Verbindung mit den Behandlungsresultaten für beide Studien statistisch analysiert. Vergleiche der Patientencharakteristika und Therapiestratifizierungen zeigen, dass die Risiken in der Studie HD Intervall im Vergleich zur Studie HD 95 geringer waren. Dennoch war nach einer medianen Beobachtungszeit von 6,7 Jahren für die HD Intervallstudie und 9,5 Jahren für die HD 95 Studie die Time to Progression (TTP) signifikant schlechter für HD Intervallpatienten im Vergleich zu HD 95-Patienten mit gleichen Therapieoptionen (5-Jahres-TTP 0,87 vs. 0,94, p=0,002). Mögliche Gründe für das schlechtere Abschneiden der HD Intervallstudie könnten in den ermittelten Abweichungen von der empfohlenen Protokolltherapie liegen: Ohne Betreuung durch ein zentrales Referenzzentrum erhielten 62/155 (40%) HD-Intervallpatienten eine suboptimale und 33/155 (21%) eine zu geringe Therapie in hinsichtlich der Chemotherapiedosis, der Bestrahlungsdosis oder der Anzahl der Bestrahlungsfelder. Inkomplett behandelte Patienten zeigten in beiden Studien signifikant schlechtere TTP-Behandlungsergebnisse im Vergleich zu ausreichend intensiv behandelten Patienten. Die vorliegende retrospektive Analyse zeigt, dass bei Studien zur Behandlung des Morbus Hodgkin im Kindes- und Jugendalter ein zentrales Referenz- und Beratungszentrum die Ergebnisqualität durch Empfehlung protokollgerechter Therapieoptionen positiv beeinflussen kann.
URI: https://opendata.uni-halle.de//handle/1981185920/7484
http://dx.doi.org/10.25673/1212
Open access: Open access publication
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