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Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.25673/2384
Title: Karl Völker - Leben und Werk
Author(s): Meinel, Sabine
Advisor(s): Dolgner, Dieter, Prof. Dr.
Granting Institution: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Issue Date: 2008
Extent: Online-Ressource, Text + Image (kB)
Type: Hochschulschrift
Exam Date: 17.07.2008
Language: German
Publisher: Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt
URN: urn:nbn:de:gbv:3-000015051
Subjects: Völker
Kunst
Architektur
Geschichte 1889-1962
Hochschulschrift
Online-Publikation
Abstract: Mit der Dissertation wird die erste komplexe Darstellung zu Leben und Werk des halleschen Künstlers und Architekten Karl Völker (1889-1962) vorgelegt. Das Oeuvre umfasst nicht nur Bilder, Zeichnungen und Grafiken, sondern auch Raumausmalungen in Profanbauten und Kirchen, restauratorische Arbeiten, Farbfassungen an Gebäuden, Entwürfe für Glasmalereien und zahlreiche Werke der Architektur. Im Kaiserreich geboren, erlebte Karl Völker zwei Weltkriege, die Novemberrevolution, die Weimarer Republik, die Zeit des Nationalsozialismus, die Sowjetische Besatzungszone und die Deutsche Demokratische Republik und damit wiederholt dramatische gesellschaftliche Umbrüche. Zwischen den frühen expressionistischen Werken und dem Spätwerk der farbigen Kreidegrundzeichnungen steht ein stilistisch und thematisch spannungs- und abwechslungsreiches Oeuvre. Stilistisch weisen Begriffe wie Stilkunst, Expressionismus, Konstruktivismus und Neue Sachlichkeit auf die Vielschichtigkeit und die Einflüsse hin. Da Völker von der Malerei und Grafik allein nicht leben konnte, blieb der Künstler auf andere Arbeiten angewiesen. Er unterhielt mit dem Bruder Kurt eine gemeinsame Werkstatt für Kunst und Kunstgewerbe. Zahlreiche Farbgestaltungen profaner und kirchlicher Räume gehen auf diese Arbeitsgemeinschaft zurück. Daneben schuf er Wandbilder für unterschiedliche Auftraggeber. Für Bruno Taut, Otto Haesler und Wilhelm Jost übernahm Völker Aufträge für Farbfassungen von Gebäuden in Magdeburg, Celle und Halle. Von 1928 bis 1932 arbeitete er in Celle im Büro des Architekten Otto Haesler, vorrangig auf dem Gebiet des Siedlungsbaus. In der Zeit des Nationalsozialismus war Völker vorrangig mit Ausmalungen und der Restaurierung in Kirchen in der Provinz tätig. In der 1937 erschienenen Schmähschrift Wolfgang Willrichs "Säuberung des Kunsttempels" wurde er namentlich erwähnt und eine seiner Arbeiten abgebildet. Eines seiner "Industriebilder" war auf der Ausstellung "Entartete Kunst" zu sehen. Nach dem II. Weltkrieg traf ihn schon 1949 der Formalismusvorwurf. In den Folgejahren sicherten wiederum Arbeiten in Kirchen seinen Lebensunterhalt.
URI: https://opendata.uni-halle.de//handle/1981185920/9169
http://dx.doi.org/10.25673/2384
Open access: Open access publication
Appears in Collections:Hochschulschriften bis zum 31.03.2009

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