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Titel: Mediale Repräsentation von Frauen* als Instrument sozialer Reproduktion : eine soziologische Untersuchung zur Wahrnehmung von Geschlechterrollen
Autor(en): Rausch, Patrizia
Gutachter: Quent, Matthias
Nothelle, ClaudiaIn der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Körperschaft: Hochschule Magdeburg-Stendal
Erscheinungsdatum: 2025-11-21
Umfang: 1 Online-Ressource (PDF-Datei, 123 Seiten)
Typ: HochschulschriftIn der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Art: Bachelorarbeit
Datum der Verteidigung: 2025
Sprache: Deutsch
URN: urn:nbn:de:gbv:551-1981185920-1239587
Schlagwörter: Mediale Geschlechterbilder
Symbolische Gewalt
Performativität
Antifeminismus
Care Arbeit
Gender Pay Gap
Demokratie
Zusammenfassung: Diese Arbeit untersucht, wie dominante mediale Geschlechterbilder die subjektive Rollenwahrnehmung von Frauen* beeinflussen und welche Folgen dies für ihre gesellschaftliche Teilhabe im Rahmen struktureller Ungleichheiten hat. Qualitative Interviews mit Frauen* in Übergangsphasen (z.B Berufseinstieg , Mutterschaft, Neuorientierung) liefern Einblicke, in welchen medialen Kontexten stereotype Darstellungen besonders stark wahrgenommen werden, wie Diskrepanzen zur Lebensrealität erlebt und welche Bewältigungsstrategien entwickelt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass mediale Zuschreibungen oft mit realen Barrieren kollidieren, z.B. durch Care-Pflichten, Gender-Pay-Gap oder Ehegattensplitting, und dass Frauen* zwischen Anpassung, Rückzug und aktiver Gegenperspektive schwanken. Theoretisch verknüpft die Arbeit Bourdieus Konzept symbolischer Gewalt mit Butlers Idee der Performität und ergänzt sie durch Frasers Überlegungen zu Anerkennung und Umverteilung. Auf dieser Basis leitet sie vier Ebenen von Interventionsstrategien ab: politisch-rechtlich (z.B. Erweiterung des AGG, Umsetzung der Instanbul-Konvention, Abschaffung des Ehegattensplitting), organisatorisch (z.B. Diversitätsstandards in Medien), zivilgesellschaftlich (Stärkung von Meldestellen) und bildungsbezogenen (geschlechterreflektierende Medienarbeit, Prebunking). Die Arbeit betont, dass mehr Diversität in medialen Rollenbildern nicht nur Frauen* zugutekommt, sondern auch Männern* ermöglicht, traditionelle und normative Zuschreibungen zu hinterfragen und Sorgearbeit als selbstverständlich zu übernehmen. Vor dem Hintergrund zunehmender antifeministischer Angriffe und demokratischer Spannung wird eine intersektionale Allianz empfohlen, um Medien, Bildung und Soziale Arbeit stärker miteinander zu vernetzen.
Anmerkungen: Literaturverzeichnis: Seite 69-76
URI: https://opendata.uni-halle.de//handle/1981185920/123958
http://dx.doi.org/10.25673/122009
Open-Access: Open-Access-Publikation
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Enthalten in den Sammlungen:Fachbereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien

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