Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.25673/259
Title: Molekulare Analyse der genotypischen Beziehung zwischen serösen Borderline-Tumoren des Ovars und extraovariellen Implants
Author(s): Gerono, Elisabeth
Referee(s): Hartmann, Arndt, Prof. Dr.
Taubert, Helge, Prof. Dr.
Granting Institution: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Issue Date: 2010
Extent: Online-Ressource (59, IX Bl. = 1,88 mb)
Type: Hochschulschrift
Type: PhDThesis
Exam Date: 2010-04-01
Language: German
Publisher: Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt
URN: urn:nbn:de:gbv:3:4-3826
Subjects: Online-Publikation
Hochschulschrift
Abstract: Ziel dieser Arbeit war es zu prüfen, ob syn- oder metachron auftretende seröse Borderline-Tumoren (S-BOTs) des Ovars und extraovarielle, meist peritoneale Implants (IMPs) aus einem gemeinsamen Klon entstehen oder verschiedene Progenitorzellen haben. Dazu wurde paraffiniertes Tumormaterial von 12 geeigneten Patientinnen verwendet. Die isolierte DNA der 19 ovariellen und 43 extraovariellen Gewebeproben wurde im Bereich von 10 Mikrosatelliten amplifiziert. Nach semiquantitativer Beurteilung im Agarosegel und Vorbereitung der Proben wurden die Fragmente in einem Polyacrylamidgel elektrophoretisch aufgetrennt und mittels Silberfärbung sichtbar gemacht. Auf diese Weise konnte ein Vergleich der Bandenmuster der multifokalen Tumorproben erfolgen. Von den 10 Mikrosatellitenmarkern deckten 8, in höchstem Maße MYC-L1, bei insgesamt 43,5% der Proben Unterschiede im Sinne von allelischen Imbalancen oder Mikrosatelliteninstabilitäten auf. 5 Fälle (41,7%) wiesen bei 9-10 Markern ein einheitliches, also konkordantes Muster auf, welches entweder dem Wildtyp oder einer klonal weitergegebenen Mutation entsprechen könnte. In 58,3% der Fälle unterschieden sich BOT- und IMP-Proben in mindestens 2 Markern, was als Diskordanz definiert wurde. Diese deutet am ehesten auf einen polyklonalen Ursprung hin. Innerhalb der diskordanten Fälle ließen sich jedoch 4 Serien genotypisch gleicher Proben ausmachen, von denen 3 ausschließlich Implants betrafen und eine sowohl den linksseitigen BOT als auch einen Teil der assoziierten Implants. Von den 7 Patientinnen mit bilateralen S-BOTs zeigten 28,6% Unterschiede zwischen rechts- und linksovariellem Tumor; 71,4% hatten beidseits ein identisches Muster. In die Interpretation der Ergebnisse wurden zusätzlich Sequenzierungen im Bereich zweier Protoonkogene (K-RAS und B-RAF) einbezogen. Diese deckten 4 Mutationen im Codon 12 des K-RAS-Gens auf (9,7% der Proben, 1/3 der Fälle). Davon betraf nur eine sowohl die ovariellen Tumorherde als auch zumindest einen der extraovariellen. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse beider Methoden bietet dieser Fall die deutlichsten Hinweise auf den klonalen Ursprung eines Implants aus dem entsprechenden BOT. Insgesamt finden sich jedoch mehr Indizien für eine vom BOT unabhängige, polyklonale Entstehung der Implants. Angesichts der allgemeinen Studienlage ist die Koexistenz beider Pathomechanismen anzunehmen. Eine abschließende Klärung der Fragestellung wird nur mit Hilfe weiterer Untersuchungen möglich sein.
URI: https://opendata.uni-halle.de//handle/1981185920/6874
http://dx.doi.org/10.25673/259
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