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Titel: Molekulargenetische Untersuchungen zur Tumorgenese von Cholangiokarzinomen
Autor(en): Koch, Eileen
Körperschaft: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Erscheinungsdatum: 2004
Umfang: Online-Ressource, Text + Image
Typ: Hochschulschrift
Art: Dissertation
Sprache: Deutsch
Herausgeber: Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt
URN: urn:nbn:de:gbv:3-000007474
Schlagwörter: Elektronische Publikation
Zsfassung in engl. Sprache
Zusammenfassung: In der vorliegenden Arbeit wurden 19 intrahepatische Cholangiokarzinome (CC) auf Mutationen im Exon 3 des β-Catenin-Gens, auf Verlust der Heterozygotie (LOH) am FHIT-Genlocus sowie auf Mikrosatelliteninstabiltät (MSI) mittels fünf international validierter Gensonden untersucht. Die intrahepatischen Cholangiokarzinome machen etwa 5-10% aller primären bösartigen Lebertumoren aus. Im ersten Teil der Arbeit wurde eine Restriktionsenzymanalyse und Sequenzierung des Exon 3 im β-Catenin-Gen durchgeführt. Das β-Catenin-Gen, welches eine wesentliche Rolle im Wnt-Signalweg spielt, ist ein Proto-Onkogen, das durch Mutation zum Onkogen aktiviert werden kann. In 19 Tumorproben, aus denen die DNA isoliert werden konnte, wurden genetischen Alterationen in diesem Gen ausgeschlossen. Im zweiten Teil der Arbeit wurde das FHIT-Gen, welches ein Tumorsuppressorgen darstellt, mit Hilfe der polymorphen Marker D3S1300 und D3S1234 an 15 entsprechenden tumorösen und nicht-tumorösen Gewebeproben der CC-Patienten analysiert. Dabei konnten insgesamt drei LOH-Ereignisse nachgewiesen werden. Im letzten Teil der Arbeit wurden die Cholangiokarzinome auf MSI an den Loci D2S123, D5S346, D17S250, BAT25 und BAT26 untersucht. MSI, welche das Ergebnis eines defekten Mismatch-Reparatursystems (MMR) ist, wurde nicht beobachtet. Allerdings wurden in zwei Tumoren LOH-Ereignisse am D5S346 Locus, der sich in unmittelbarer Nähe des APC-Gens befindet, nachgewiesen. Die Ergebnisse deuten an, dass ein Funktionsverlust von APC und FHIT für die Tumorentstehung verantwortlich sein kann. Weitere molekulargenetische Untersuchungen sind zur genaueren Ursachenfindung notwendig.
In this paper 19 intrahepatic cholangiocarcinomas were investigated for mutations within exon 3 of β-catenin gene, loss of heterozygosity (LOH) of the Fhit gene as well as the microsatelliteinstability (MSI) by international validated markers. Intrahepatic cholangiocarcinomas account for 5-10% of primary malignant liver tumor. In the first part of this work exon 3 of the β-catenin gene was examined by restriction enzyme analysis and sequence analysis. The β-catenin gene, which plays an important roll in the Wnt-pathway, is a proto-oncogene that can be activated by mutations. In 19 tumour samples, from which DNA was isolated, genetic alterations could not be observed. In the second part of this work 15 tumours and corresponding normal tissue of cholangiocarcinma patients were evaluated for LOH at the Fhit gene locus, which represent a tumor suppressor gene, using the polymorphic markers D3S1300 and D3S1234. LOH occurences could be detected in three cases. In the last part of this work a marker set containing BAT25, BAT26, D2S123, D5S346 and D17S250 was used for MSI analysis of the cholangiocarcinomas. MSI in tumour DNA, which indicates replication errors due to mismatch repair deficiency, could be excluded. However two cases of cholangiocarcinomas displayed LOH at the D5S346 locus, which is localized near the APC gene. In summary, FHIT and APC alterations could be responsible for tumourigenesis of intrahepatic cholangiocarcinomas. Further moleculargenetic explorations are required.
URI: https://opendata.uni-halle.de//handle/1981185920/10303
http://dx.doi.org/10.25673/3518
Open-Access: Open-Access-Publikation
Nutzungslizenz: In CopyrightIn Copyright
Enthalten in den Sammlungen:Hochschulschriften bis zum 31.03.2009

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