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Titel: Vergleichende Untersuchungen zu Morphometrie, Verhalten und genetischer Variabilität einer Labor- und Wildpopulation des Goldhamsters (Mesocricetus auratus
Autor(en): Krause, Sabine
Gutachter: Weinandy, R., PD Dr.
Steiger, A., Prof. Dr.
Kaiser, S., PD Dr.
Körperschaft: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Erscheinungsdatum: 2008
Umfang: Online-Ressource, Text + Image (kB)
Typ: Hochschulschrift
Art: Dissertation
Tag der Verteidigung: 2008-01-28
Sprache: Deutsch
Herausgeber: Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt
URN: urn:nbn:de:gbv:3-000013058
Schlagwörter: Goldhamster
Versuchstiere
Wildtiere
Elektronische Publikation
Hochschulschrift
Online-Publikation
Zusammenfassung: Eine 1930 gegründete Inzuchtpopulation von Goldhamstern (Laborhamster) wurde mit einer 1998 aus 16 Wildfängen gegründeten Auszuchtpopulation (Wildhamster) bis zu einem Alter von 70 Tagen verglichen. Es wurden 77 Labor- und 115 Wildwürfe untersucht, von denen nach dem Absetzen der Jungtiere an Lebenstag (LT) 28 je 314 Tiere für den Vergleich weiterer Merkmale genutzt wurden. Für die Merkmale nach LT28 wurden Heritabilitäten geschätzt. Sowohl der Merkmalsvergleich als auch die Heritabilitätsschätzung geschah mittels gemischter linearer Modelle. Es stellte sich heraus, dass die Wildhamster an LT01 größere Würfe hatten, deren Jungtiere anfangs schneller als die der Laborhamster wuchsen. Ab LT25 nahmen die Laborhamster schneller an Masse zu. Die an LT70 festgestellten Populationsdifferenzen in der Körperzusammensetzung ließen sich mit den Unterschieden in der Körpermasse erklären. An LT70 hatten die Laborhamster unabhängig von ihrer höheren Körpermasse (KM) schwerere Hoden und Milzen. Die Massen von Nebenhoden, Nieren und Nebennieren (hier allerdings mit Ausnahme der Werte der Labormännchen) waren nicht signifikant verschieden. Die Nebennieren der Labormännchen waren schwerer als die der anderen Gruppen, was sich nicht durch ihre hohe KM erklären ließ. An LT57 wurde die Corticosteronkonzentration des Kotes, an LT70 die des Blutes untersucht. Im Vergleich der Weibchen wiesen die Wild-, im Vergleich der Männchen die Laborhamster jeweils die höhere Konzentration auf. Mittels Laufrad, Open field und Elevated plus maze wurde das Verhalten von Wild- und Laborhamstern verglichen. Die Wildhamster zeigten sich aktiver und ängstlicher als die Labortiere. In fast allen Merkmalen konnte die Tendenz zu geringeren Heritabilitäten in der Laborpopulation beobachtet werden, was für geringere genetische Variabilität spricht. Die Populationsdifferenzen in den untersuchten Merkmalen geben Anlass zu der Annahme, dass die Laborhamster in ihrer Vergangenheit hinsichtlich großer Würfe gezüchtet wurden.
An inbreeding population of golden hamsters (lab hamsters), witch was founded in 1930, were compared with an outbreeding population, derived from 16 wild animals from 1998 (wild hamsters), upon to an age of 70 days. 77 lab and 115 wild litters were examined. After weaning at day of life (DL) 28 314 animals of each population for the comparison of further characteristics were used. For the traits after DL28 heritabilities were estimated. For both the trait comparison and the estimation of heritabilities mixed linear models were used. It turned out that the wild hamsters had larger litters at DL01 and the youth grew at the beginning of life faster than the lab hamsters. From DL25 the lab hamsters increased faster in mass. The population differences in the body composition, determined at DL70, could be explained with differences in body mass (BM). At DL70 testes and spleen of the lab hamsters were heavier independently of its higher BM. The mass of epididymis, kidneys and adrenal glands (here with exception of the values of the lab males) were not significantly different. The adrenal glands of the lab males were heavier than those of the other groups, which could not be explained by its high BM. At DL57 the corticosterone concentration of feces, at DL70 concentration of the blood was examined. In the comparison of the females the wild hamsters, in the comparison of the males the lab hamsters had the higher concentrations. Using running wheel, open field and elevated plus maze the behavior of wild and lab hamsters was compared. The wild hamsters showed higher activity and anxiety than the lab animals. In nearly all traits the tendency to smaller heritabilities in the lab population could be observed. This speaks for smaller genetic variability. The population differences in the examined traits let assume that the lab hamsters were bred in their past regarding large litters.
URI: https://opendata.uni-halle.de//handle/1981185920/9608
http://dx.doi.org/10.25673/2823
Open-Access: Open-Access-Publikation
Nutzungslizenz: In CopyrightIn Copyright
Enthalten in den Sammlungen:Hochschulschriften bis zum 31.03.2009

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